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  • AutorenbildDattelchutney

Der Engelexpress fährt um 22.00 Uhr

Aktualisiert: 6. Feb.


Ein schönes Bild der Engelsexpress, oder? Ich habe diesen Spruch vor Jahren zum ersten Mal von Birgit Gröne, Ayurveda-Therapeutin der Praxis Mobilé, in einem Ayurveda-Vortrag gehört, und dieses Bild hat sich seitdem bei mir eingeprägt. Die Engel, die am Zug stehen und zur Abfahrt pfeifen. Aber was bedeutet dieser Spruch aus ayurvedischer Sicht denn genau? Ayurveda spricht hier von der inneren Dosha-Uhr. Im europäischen Raum ist das ein bisschen mit dem Biorhythmus vergleichbar. Die Dosha-Uhr tickt im Vier-Stunden-Takt und bestimmt unsere Lebensenergie, Verdauungskraft und Stoffwechselvorgänge. Je nach Tageszeit bestimmt ein anderes der drei Doshas - Vata, Pitta, Kapha - unsere Energie, Kraft und Gemütslage. - 06.00 – 10.00 Uhr Kapha - 10.00 – 14.00 Uhr Pitta - 14.00 – 18.00 Uhr Vata - 18.00 – 22.00 Uhr Kapha - 22.00 – 02.00 Uhr Pitta - 02.00 – 06.00 Uhr Vata Das Ganze gilt nur für die originäre Winterzeit, nicht für unsere künstliche Sommerzeit, da haben sich unsere Stammzellen noch nicht dran gewöhnen können. Also, im Sommer dürft darfst Du für alle Angaben eine Stunde dazurechnen. Heißt, in der Sommerzeit fährt der Engelsexpress spätestens um 23.00 Uhr und in der Winterzeit dann um 22.00 Uhr. Denn dann beginnt die Pitta-Zeit, die Zeit der Transformation, die Zeit, in der Dein Körper den Zellstoffwechsel und den Gewebeaufbau ankurbelt - und das macht er am besten in Ruhe, also wenn Du schön entspannt im Abteil vom Engelsexpress liegst.

Spannend finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass die Vata-Phase von von ca. 2 bis 6 Uhr andauert. Das ist die Zeit der Bewegung. Vielleicht kennst Du das? Aus irgendwelchen Gründen kannst Du nachts nicht durchschlafen. Du wachst um 3.00 oder 4.00 Uhr auf und dann ist es fast unmöglich wieder einzuschlafen, weil der Geist sofort in Bewegung kommt, sofort die Gedanken anfangen zu kreisen. Denn jetzt ist die Vata-Zeit, die Zeit der Bewegung. Und wenn Du Dich körperlich nicht bewegst, dann kreisen die Gedanken umso intensiver. Aus meiner Erfahrung ist es dann besser aufzustehen, irgendwas zu machen, als im Bett liegen zu bleiben. Oft ist es dann nämlich so, dass das Gedankenkreisen Dich so kaputt gemacht hat, das Du gegen 5 Uhr endlich völlig erschöpft eingeschlafen bist - und dann klingelt der Wecker um 7 Uhr, mitten in der Kapha-Phase, und das Aufstehen fällt doppelt und dreifach schwer. Die „mentale Bewegungsphase“ in der Vata-Zeit wird seit Jahrtausenden von Klöstern und Ashrams genutzt. Gerade die frühen Morgenstunden eignen sich besonders gut, um genau dann mit einer fokussierten Gedankenkraft zu meditieren. Und ich habe festgestellt, wenn ich den Engelsexpress rechtzeitig gekriegt habe, dann klappt das meistens besser mit dem guten Schlaf - und meist wache ich dann auch ohne Wecker zu genau der Zeit auf, die ich mir vorgenommen habe.




Also dann, nicht vergessen, heute Abend rechtzeitig zum Abpfiff am Gleis zu stehen 😊



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